Tor zur Provinz

Das Tor zur Provinz

Das Tor zur Provinz, mit dem die Provinziale die Stadtöffentlichkeit jedes Jahr zu einem achttägigen Filmfestmarathon einlädt, stand immer am Festivalort – dem Paul-Wunderlich-Haus. Es blinkte, blinzelte und grüßte in den Stadtraum und lud ein, hindurchzugehen, gemeinsam Filme zu schauen, sich auf die vielen Fragen von Provinz und Mensch einzulassen, miteinander zu reden und Freude zu empfinden. In diesem Jahr ist – erneut – vieles anders. Das Festival wird nicht im Paul-Wunderlich-Haus, sondern im Haus Schwärzetal stattfinden, außerdem im Freien – ein herbstliches Wagnis, das den geltenden Umgangsverordnungen geschuldet ist. Der Standort für das Tor soll dennoch der alte sein, denn hier gehen die Menschen aus und ein und wir möchten auch die Hoffnung auf die alte Normalität nicht aufgeben. Wir freuen uns, dass uns „Guten Morgen Eberswalde“ die Möglichkeit gibt das Tor im Rahmen der Reihe zu eröffnen!

In diesem Jahr haben wir Sabine Eggeling für die Gestaltung des Tores gewinnen können, die als Kulturakteurin und Künstlerin immer wieder mit überraschenden Wendungen verblüfft.

DVD Hüllen

VOM MATERIAL zur IDEE

Für ein Projekt Material in Hülle und Fülle zu haben, ist ein Traum!
(Der Werkstoff heißt Macrolon – ein Polycarbonat und zählt zu den thermoplastischen Kunststoffen.)
Außerdem gibt’s noch VHS-Kassetten.

Ich kann so richtig „aus dem vollen schöpfen“ (knapp 10.000 DVDs sind vorhanden) ohne neue Ressourcen anzugreifen – die Filmeinreichungen aus 16 Provinziale-Jahren bekommen eine zweite Chance, zu glänzen.

Die Verarbeitung hat mir lange Kopfzerbrechen gemacht. Schließlich habe ich mich entschieden, das zu tun, was ich am besten kann: eine textile Handarbeit. Es entsteht eine Paillettenstickerei und nebenbei ein Kreuzstichmuster aus Hüllen, was m.E. ganz gut mit dem diesjährigen Logo korrespondiert.

(2021, Sabine Eggeling)

Über die Künstlerin

Sabine Eggeling
Sabine Eggeling

Sabine Eggeling

ist Mutter, Großmutter und Rentnerin mit Nebenjob als Technische Zeichnerin. Als letztere hat sie im Rhein-Main-Gebiet 15 Jahre gearbeitet und dort im Vorstand des Programmkino-Vereins KiKuBi in Bingen ihren Faible für Filme ausgelebt. 4 Jahre lang genoss sie die semiprofessionelle Ausbildung an der Kunstwerkstatt der VHS Mainz. Der Rest ist Ambition und Autodidaktik. Vor ihrem Ausflug in den Westen hat sie mit ihrer Familie 25 Jahre in Eberswalde gelebt und war in verschiedenen Berufen tätig.