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Die Provinziale wird 18!

Die Provinziale wird 18! Wir schauen voraus auf das beliebte Film-Festival in Eberswalde, dass im Oktober 2021 stattfinden wird.

Vorausblick auf das Festival vom 9. – 16. Oktober am Haus Schwärzetal

Schauen Sie gern Kurzspielfilme? Diese kleinen Werke können in zehn Minuten eine große Geschichte erzählen, ein persönliches Drama entfalten oder eine unerwartete Pointe setzen.

Mögen Sie Dokumentarfilme? Durch sie wird einem oft ein neuer Teil der Welt geöffnet. Man lernt Schicksale und Menschen kennen; ihre Arbeit, ihre Auseinandersetzungen, ihr Hoffen und Kämpfen.

AgapeUnd wie ist es mit Animationsfilmen? Da gibt es eine beispiellose Vielfalt, die von Komik und Trauer, Wut, Witz, Neugier und Überraschung geprägt ist – für Kinder und für Erwachsene.

Das Eberswalder Filmfest ist in allen drei Genres unterwegs. Es wird von Anfang an als internationaler Wettbewerb ausgerichtet und findet 2021 zum 18. mal statt. 619 Filme aus 63 Ländern wurden gesichtet und zu einem Programm mit 36 Filmen zusammengestellt. Die Beiträge kommen aus 16 Ländern, zum Beispiel aus den USA, der Ukraine, der Schweiz, Spanien, Russland, den Niederlanden, Nepal, Italien, dem Irak, aus Frankreich, Kolumbien, Bulgarien, Österreich und Albanien und natürlich aus Deutschland.

camagrogaUnser Festival hat ein zentrales Thema – und das ist die Provinz. Fragen des Lebens auf dem Land, der Bewirtschaftung von Ressourcen, des Kommens, Gehens und Bleibens spielen in den Filmen eine besondere Rolle. Von der Provinz aus sieht die Welt oft anders aus, denn hier leben Menschen, die eine Bindung an Orte und Menschen eingegangen sind. Das ist in unserer Mobilitätsgesellschaft schon beinahe etwas Besonderes – auf jeden Fall aber etwas, das in den großen Debatten zu wenig Beachtung findet.

Die Provinziale ist ein Publikumsfestival – zwar kommen auch die Filmleute, und viele Regisseure stellen ihre Arbeiten persönlich vor. Aber vor allem sind die Menschen aus der Region eingeladen, sich hier zu treffen, gemeinsam Filme zu schauen und sie zu bewerten. Dem entsprechen auch unsere Änderungen in der Preisstruktur: Es gibt für jeden der vier Wettbewerbe (langer Dokumentarfilm, kurzer Dokumentarfilm, Kurzspielfilm und Animationsfilm je einen Publikumspreis. Darüber hinaus wird es nur einen Jurypreis geben: den STACHEL für die gelungenste Auseinandersetzung mit dem Nachhaltigkeitsproblem. In der regionalen Jury treffen Dr. Jan König, Dezernent für Wirtschaft und Soziales der Stadt Eberswalde, Tobias Hartmann vom Oderbruch Museum Altranft und Christian Vahrson von den Kreiswerken Barnim aufeinander.

Das Tor zur Provinz, das seit vielen Jahren von regionalen Künstlern gestaltet wird, liegt dieses Jahr in der Hand von Sabine Eggeling. Auf schwarzer Gaze verarbeitet sie die DVDs der Eberswalder Filmfestgeschichte mit tausenden Sichtungskopien, bevor diese ihren Weg in das Wertstoffrecycling antreten – ein lebendiges Beispiel für vielseitige Kaskadennutzung.

Das diesjährige Plakat-Motiv und die sich anschließende Mediengestaltungslinie von Katja Lösche lehnt sich an die Formenwelt der Kreuzstich-Stickerei an. Tradition und Digitalisierung fließen zusammen und geben dem Festival in diesem Jahr ein ganz außergewöhnliches Erscheinungsbild.

Besonders möchten wir hervorheben, dass die Förderer und Sponsoren der Provinziale auch in diesem schwierigen Jahr ihre Unterstützung zeigen. Herzlichen Dank dafür!

Die Provinziale 2021 wird übrigens als Freiluftveranstaltung ausgerichtet. Das mag im Monat Oktober ungewöhnlich und gewagt erscheinen – und es ist auch ein Wagnis. Der Grund liegt in den geltenden Zutrittsregeln für öffentliche Veranstaltungen im Innenbereich, bei denen jederzeit damit zu rechnen ist, dass sie noch verschärft werden. Als Kulturakteure möchten wir keine gesundheitsamtlichen Kontrollen unserer Besucher vornehmen. Ziehen Sie sich also warm an, Decken und Feuerschalen halten wir bereit.

Und seien Sie herzlich willkommen!

 

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